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Auf vier Pfoten hundherum gesund durchs Jahr... 


03. Januar 2016, 12:13

Wenn Hunde älter werden - Geriatrie in der Tierheilkunde

Mit dem Alter verändern sich bei unseren Hunden Körper, Leistungsfähigkeit und Geist. Die Bedürfnisse des Hundeseniors wandeln sich und wir sollten Haltung, Beschäftigung und Umgang diesen Anforderungen anpassen und die eine oder andere "Macke" akzeptieren. Das ist nicht immer einfach, meistens zeit- und auch kostenaufwendig.
Alle Lebewesen altern, Alterserscheinungen passieren gesetzmäßig und sind unumkehrbar – Älterwerden mit all seinen Begleiterscheinungen ist keine Krankheit! Man vermutet in der Zwischenzeit, daß ein bestimmtes Enzym im Körper als biologischer Katalysator für die Altersvorgänge verantwortlich ist. Nicht zuletzt deshalb sind eine rechtzeitige Prophylaxe und Prävention die besten Maßnahmen, das Altern so angenehm wie möglich zu gestalten.
In der Medizin werden 4 Stufen der Prävention unterschieden:

1. Primärprävention Maßnahmen beim Gesunden, um Krankheiten zu verhindern, beim Tier z.​B. Haltung / Ernährung / Beschäftigung / Bewegung
2. Sekundärprävention Maßnahmen nach einer Krankheit, um das erneute Auftreten zu verhindern, beim Tier z.​B. Änderungen in der Haltung / Ernährung / Bewegung / Rekonvaleszenz
3. Tertiärprävention Komplikationen und Verschlimmerung bei chronischen Krankheiten verhindern, beim Tier z.​B. durch komplementäre Therapien, passive Bewegung, angepaßte Haltung
4. Quartärprävention Reduzierung nebenwirkungsreicher Medikamente zum Beispiel durch Unterstützung mit alternativen Therapien

Rechtzeitige Vorbeugung in jungen Jahren, gesunde Haltung und ausgewogene Beschäftigung ohne Streß beeinflussen ein längeres und angenehmeres Leben schon im Vorfeld positiv:

- Artgerechte Haltung
- Gesunde Ernährung
- Ausgewogene Beschäftigung / Bewegung
- Regelmäßige Gesundheitskontrolle

Redakteur




14. November 2015, 11:26

Fördert die Intelligenz: Clickern macht Spaß!

Clicker-Training wird bei vielen verschiedenen Tierarten als Lernform eingesetzt – es ist aber keine alleinige Erziehungsform, sondern eine clevere Unterstützung. Clickern basiert auf dem Prinzip, daß das Tier gewünschtes Verhalten durch Versuch und Irrtum selbst herausfinden kann. Das geschieht über die sogenannte positive Verstärkung: gewünschtes Verhalten wird belohnt, unerwünschtes Verhalten bleibt ohne Antwort.
Um unsere Reaktion zu beschleunigen, benutzen wir das „Click“ als positives Signal (es ist auch möglich, ein spezielles Signalwort oder –zeichen zu benutzen). Damit der Hund es als positiv wahrnimmt, muß er im ersten Schritt auf das „Click“ konditioniert werden: click-Leckerli, click-Leckerli, … Der Hund muß verstehen, das „Click“ mit einer Belohnung zu verbinden, damit er sich in seinem Verhalten bestätigt fühlt. Daher erfolgt das Signal direkt während des gezeigten Verhaltens. Ob Ihre Konditionierung im ersten Schritt erfolgreich ist, können Se testen: Ihr Hund hat die Trainingsmethode verstanden, wenn er auf das Click-Geräusch zu Ihnen hinsieht in Erwartung der Belohnung.
Clickern verstärkt positives Verhalten, macht es uns möglich, exakter und schneller Aktionen zu beantworten. Das Prinzip ist einfach: Clickern bei gewünschtem Verhalten, kein Clickern bei unerwünschtem Verhalten.
Die meisten Hundeschulen und Trainer bieten Clicker-Kurse an, in denen man sich mit den Grundlagen des Trainings und der Koordination der einzelnen Schritte vertraut machen kann.

Tips:
Trainings-DVD Hunde-IQ: Der intelligente Hund, Alexandra Taetz
Wie Hunde denken und fühlen, Stanley Coren, Kosmos Verlag
Können Hunde träumen, Stanley Coren, Kynos Verlag

Redakteur




06. November 2015, 20:08

Instinkt oder Intelligenz?

Seit Beginn der Verhaltensforschung hat sich viel getan. Noch in den 1970ern haben wir unseren Tieren lediglich instinktive Verhaltensweisen zugestanden und sie quasi reduziert auf Futtersuche und Fortpflanzung.
Grundlegend geändert haben sich unsere Erkenntnisse vor allem durch die Primatenforschung, die sowohl Problemlösungsstrategien, Betrügereien als auch den Werkzeuggebrauch nachweisen konnte. Seit einigen Jahren wird auch intensiv mit Hunden geforscht und wir die Fachwelt wird von Fakten überrascht, die wir unseren Fellnasen schon immer zugetraut haben: planerisches Handeln, eine große Merkfähigkeit (bei intelligenten Rassen über 250 Begriffe) und ein Bewußtsein, daß es ermöglicht unser Denken und Handeln einzuschätzen und voraus zusagen. Endlich!​!​!

Buchtips zum Thema:

Udo Gansloßer, Kate Kitchenham: Forschung trifft Hund, Franckh Kosmos Verlag
Günther Bloch, Elli H. Radinger: Wölfisch für Hundehalter, Franckh Kosmos Verlag
Günther Bloch, Elli H. Radinger: Affe trifft Wolf, Franckh Kosmos Verlag
John Bradshaw: Hundeverstand, Kynos Verlag
Patricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine, Piper Taschenbuch Verlag

Redakteur




04. November 2015, 20:58

Noch 57 Tage bis Silvester...

Nicht nur die laute Knallerei, vor allem auch die unangenehmen Zisch-Geräusche von Raketen bedeuten Streß bis Panik für unsere Hunde. Wer nicht die Chance nutzen kann, die Silvester-Tage an einem abgeschiedenen Ort zu verbringen, kann seinem Hund trotzdem die Zeit erleichtern.
Generell gilt: Beobachten Sie Ihren Hund gut. Tritt lediglich leichte Unruhe auf, können Sie das weitestgehend ignorieren, um ihn nicht in seiner Angst zu bestärken. Lassen Sie den ängstlichen und den jungen Hund an Silvester auf keinen Fall alleine! Der „Ausschluß aus dem Rudel“ in einer so gefährlichen Situation kann eine Verschlimmerung zur Folge haben, von Jahr zu Jahr wird er empfindlicher. Bleiben Sie selbst in jeder Situation ruhig und unaufgeregt: wenn der Rudelführer keine Angst hat, kann es so schlimm nicht sein.

Gassigehen
Um die Silvester-Zeit sollten Sie Ihren Hund an der Leine führen, alle Jahre wieder finden sich Suchanzeigen, in denen nach aus Schreck entlaufenen Hunden gefahndet wird. Ersparen Sie das Ihrer Fellnase und vor allem sich selbst.

Umgebung
Die Umgebung an Silvester sollte dem Hund gute Rückzugsmöglichkeiten bieten, vielleicht ein Zimmer ohne Fenster oder einen ruhigen Platz unter dem Tisch. Lassen Sie Fernseher oder Radio laufen, um zusätzlich gewohnte Geräusche zu bieten.

Bachblüten
Es gibt spezielle Bachblüten-Mischungen für das ängstliche Tier, die auch an Silvester helfen. Eine effektive Kombination für ängstliche Hunde ist zum Beispiel Rescue Remedy, Mimulus und Aspen. Da die Knallerei meist schon ein paar Tage früher beginnt und auch an den ersten Tagen des neuen Jahres weiter geht, sollten Sie die Angst-Mischung auf jeden Fall ca. 10 Tage vor Silvester beginnen und für etwa 1 Woche nach Silvester weiter geben.
Hatte Ihr Hund ein traumatisches Erlebnis mit schußähnlichen Geräuschen, gibt es ebenfalls Bachblüten-Essenzen, die hier vorzüglich wirken.

Desensibilisierung
Das ist die schrittweise Gewöhnung eines Lebewesens an neue, angsteinflößende und unbekannte Situationen. Bezüglich Silvester sind im Handel spezielle CDs erhältlich, die Geräusche wie Schüsse oder Silvester-Knallerei enthalten. Die Desensibilisierung erfolgt in kleinen Schritten, zuerst sehr leise mit positiver Belegung durch z.​B. Spielen oder Leckerlis. Nach erster Gewöhnung können Sie die Geräusche dann langsam lauter abspielen. Wenn Sie eine Desensibilisierung ins Auge fassen, sollten Sie bereits jetzt damit beginnen, um Streß zu vermeiden!

Medikamente
In besonders schlimmen Fällen und erwarteter Panik des Hundes sollten Sie im Vorfeld mit Ihrem Tierarzt über die Möglichkeit der Behandlung mit angstlösenden Medikamenten sprechen! Er wird Ihnen Tips zur Dauer und Dosierung geben.

Redakteur




28. Oktober 2015, 12:00

Winterzeit - Hundezeit

Alle Jahre wieder - und ein paar Tips, um den Winter mit Ihrem Hund genießen zu können.

Dunkelheit & Nebel
Zur Sicherheit für Ihren Hund (und andere!​) sollten Sie Ihn bei schlechten Sichtverhältnissen an der Leine führen. Mit einem Leuchthalsband oder einer reflektierenden Decke vermeiden Sie, daß andere Verkehrsteilnehmer oder Spaziergänger Ihren Hund übersehen. Immer praktisch ist es auch für den Hundehalter, in der dunklen Jahreszeit eine Taschenlampe dabei zu haben.

Waldspaziergänge
Denken Sie bei Spaziergängen in Waldnähe daran, daß im Winter während der Dämmerung das Wild zur Futtersuche auf die angrenzenden Äcker & Wiesen kommt! Wenn man die Wildschweine hören kann, sollte man sich beeilen.​.​.

Eindecken - ja oder nein?
Ob Ihr Hund eine Decke braucht, ist individuell verschieden. Der Hund sollte auf keinen Fall zittern (Kurzhaarhunde!​), älteren Hunden mit Bewegungseinschränkungen hilft das Eindecken beim Spaziergang häufig, die Folgen von Kälte und Nässe auf die Gelenke klein zu halten. Achten Sie beim Kauf einer Decke, daß das Material wasserdicht aber atmungsaktiv ist, im besten Fall mit ausknöpfbarem Futter für die Übergangszeit.
Im Allgemeinen gilt bei Kälte: der Hund sollte in Bewegung bleiben und keine längeren Pausen einlegen, die Hunde nicht zu lange auf kaltem Boden sitzen oder liegen lassen.

Schnee-Fressen
Exzessives Schneefressen sollten Sie unterbinden, es kommt nicht nur zur Aufnahme von z.​B. Streusalzresten, der Schnee generell kann zu Erbrechen und Durchfall führen!​!​!

Rissige Ballen
Im Fachhandel sind spezielle Salben erhältlich "Pfotencreme"), die die rissigen Ballen pflegen. Alternativ kan man auch Vaseline oder Melkfett verwenden. Die Salbe wird vorsichtig in die Ballen und Zehenzwischenräume einmassiert und schützt auch vor Streusalz (zu hause die Pfoten reinigen!​).

Pfoten & Schnee
Bei Langhaarhunden ist es hilfreich, das Fell zwische den Ballen kurz zu halten (Hundefrisör!​), um zu vermeiden, dass sich im Schnee Kogeln bilden, die dann beim Laufen behindern und weh tun. Hier solte nur eine Schere mit abgerundeten Kanten benutzt werden und das Tier langsam daran gewöhnt werden!​!​!

Streusalz
Meiden Sie generell Flächen, die mit Salz gestreut sind. Wenn das nicht immer möglich ist, waschen Sie zuhause die Pfoten gründlich mit einem Handtuch und warmen Wasser ab. Das Salz brennt nicht nur, wenn die Pfoten rissig sind. Beim Selbts-Putzen nimmt Ihre Fellnase eventuell so viel Salz auf, dass es zu schweren Durchfällen kommen kann!

Glatteis
Lassen Sie Ihren Hund bei Glatteis an der Leine, um ihn kontrollieren zu können. Häufig kommt es auf unerwarteten Pfützen (vor allem unter Schnee!​) zu Verletzungen der Extremitäten durch Ausrutschen (Zerrungen) oder Stürze (Brüche)! Schützen Sie sich selbt mit rutschfestem Schuhwerk oder Spikes, vor allem, wenn Sie einen Hund haben, der gerne zieht.

Bewegung & Beschäftigung
Aktive Hunde benötigen auch im Winter ausreichend Aktivitäten, um ausgelastet zu sein und keine Unarten zu entwickeln. Trotz der Einschränkungen, die der Winter mit sich bringt, solten Sie für ausreichend Bewegung sorgen. Ist das an manchen Tagen nicht möglich, beschäftigen Sie Ihren Hund im Kopf: zusätzliche Fellpflege, Futterspiele und andere "indoor-Aktivitäten" können den fehlenden, langen Spaziergang an Glatteis-Tagen ausgleichen!

Mit der einen oder anderen Einschränkung kann man auch im Winter viel Spaß mit seinen Vierbeinern haben!​!​! Ich wünsche Ihnen eine verletzungsfreie Winterzeit!

Redakteur




28. Oktober 2015, 12:00

Voll im Trend: Leckerlis backen

Selber Leckerlis backen liegt voll im Trend, vor allem, um unsere Hunde gesünder zu ernähren, als mit handelsüblichen "Snackies". Im Internet finden sich unzählige Rezepte, aber auch hier gilt: Vorsicht mit unverträglichen oder sogar giftigen Zutaten (siehe Blog vom 21. August). Legen Sie Wert auf gute, verträgliche Zutaten, ausreichendes Backen (aber nicht zu dunkel!​!​!​) und beachten Sie die begrenzte Haltbarkeit (im Schnitt 2 Wochen!​). Ein paar einfache Rezepte für gesunde Leckerlis:
Leber-Taler
- 400g pürierte Leber
- 200 g Mehl
- 20g zarte Haferflocken
- 2 Eier
Alles zu einem Teig vermischen, Rollen formen und in Taler schneiden. Bei ca. 175 Grad 20 min. backen und nachtrocknen lassen.

Hackfleisch-Gemüse-Kekse
- 500g Hack (Lamm, Pferd)
- 250g geriebene Möhren o. Spinat
- 2-3 Eier
- 1 Schuß Rapsöl
Vermischen und nach Bedarf zarte Haferflocken zugeben, bis der Teig geschmeidig ist. Rollen formen oder Taler ausstechen. Bei 200 Grad ca. 30 min. backen und nachtrocknen lassen.

Kürbiskern-Kekse
- 150g getrocknete, geriebene Kürbskerne ohne Fett leicht anrösten
- 250g Vollkornmehl
- 2 Eier
- 150g Butter
mischen und 1 Std. ruhen lassen. Zu einer 1 cm dicken "Wurst" rollen und 8cm lange Stangen schneiden. Bei 180 Grad je nach Stärke backen (10-15 min.​), härten noch nach!

Kartoffel-Hack-Plätzchen
- 200g Kartoffelmehl
- 100g Hack (Rind, Lamm, Pferd)
- 2 Eier
- 2 EL Raps- oder Olivenöl
- ca. 50 ml Wasser
Einen Teig kneten und Plätzchen ausstechen bzw. Vierecke schneiden. Bei 160 Grad ca. 25 min. backen und nachtrocknen lassen.

Thunfisch-Leckerli
- 150g gekochte, pürierte Kartoffeln
- 10g Thunfisch in Saft (nicht Öl!​)
- 100g zarte Haferflocken
- 50g Mehl
1-2 EL Rapsöl
Zu einem Teig vermischen, bei 180 Grad ca. 25 min. backen.
Viel Spaß!​!​!

Redakteur




28. August 2015, 17:43

Die Homöopathische Notfallapotheke für den Hund

Die Notfallapotheke widerspricht den eigentlichen Grundsätzen der klassischen Homöopathie, die nach dem individuellen Mittel für den individuellen Krankheitsfall strebt und den symptomatischen Einsatz ablehnt. Nichts desto trotz haben sich verschiedene homöopathische Arzneimittel zur Unterstützung im Notfall etabliert. Betont sei, daß die Eigenbehandlung nicht den Besuch bei Tierarzt oder Tierheilpraktiker ersetzt!​!​!
Arnica
- Quetschungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blutergüsse

Apis Mellifica
- Bei Insektenstichen und Schwellungen / Ödemen

Arsenicum album
- Brechdurchfall als Folge verdorbener Nahrungsmittel, insbesondere Fleisch oder bei Lebensmittelvergiftung

Belladonna
- Sonnenstich / Hitzschlag sowie plötzliche und heftige Erkrankungen

Bellis perennis
- Überanstrengung / Muskelkater, Quetschungen, Prellungen, Blutergüsse

Calendula
- fördert die Wundheilung und verhindert Eiterbildung

Cantharis
- Verbrennungen, verhindert Basenbildung

Ferrum Phosphoricum
- Husten / Schnupfen mit Fieber, Ohrenentzündung

Hypericum
- ähnlich wie Arnica, aber Verletzungen oder Quetschung von Nerven oder in nervenreichem Gewebe (Zehen/​Pfoten, Zähne/​Zahnfleisch, Wirbelsäule und Rute, …)

Ledum Palustre
- Schmerzhafte oder juckende Insektenstiche sowie Wunden und Stichverletzungen durch Nägel und Dornen, Bißwunden.

Nux Vomica
- Erbrechen und Durchfall nach „zu viel“: zuviel Fressen, zu viel Streß, zu viel Kälte, zu viel Arbeit

Phosphorus
- Erbrechen und Durchfall mit viel Durst, nach dem Trinken wird das Wasser wird wieder erbrochen

Rhus Toxicodendron
- Lahmheiten, Steifheit („sich einlaufen“), Sehnenprobleme

Ruta Graveolens
- Verletzungen der Bänder und Sehnen z.​B durch Verstauchung

Staphisagria
- Stichwunden, nach Operationen zur besseren Wundheilung

Symphytum
- Verletzungen der Knochen oder der Knochenhaut, Unterstützung nach Operationen, regt die Kallusbildung an, Knochen wachsen besser zusammen, stumpfe Verletzungen des Auges

Veratrum album
- heftiges Erbrechen und Durchfall, Flüssigkeitsverlust

Redakteur




21. August 2015, 21:17

Vorsicht: Giftig!!!

Schnell ist es passiert, und der neugierige Junghund hat sich in Haus oder Garten selbst bedient… Nicht alles, was unsere Fellnasen sich einverleiben, ist verträglich. Im folgenden eine Auswahl an unbekömmlichen und – abhängig von der Menge – Lebensmitteln, die beim Hund zu schwerer Krankheit und zum Tod führen können:

- Weintrauben / Rosinen (führen schon in geringen Mengen zu Nierenversagen)
- Schokolade / Kakao (Durchfall, Erbrechen, Lähmungen)
- Avocado (Herzmuskelschäden, Atemnot, Aszites)
- Rohe Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und Auberginen
- Rohe Bohnen
- Zwiebeln / Knoblauch (in jedem Zustand: roh, gekocht, frittiert, getrocknet; zerstören die roten Blutkörperchen und führen zu Blutarmut / Anämie))
- stark gewürzte Speisen / eingelegtes Grillfleisch
- Diät-Süßigkeiten (Zuckeraustauschstoff Xylit / Xylol, auch als Birkenzucker bekannt, führt zu verstärkter Insulinproduktion und somit Unterzuckerung!​)
- Vitamin C / Ascorbinsäure
- Nikotin (Vorsicht beim Trinken aus Pfützen in denen Zigarettenkippen schwimmen… Muskelkrämpfe, Zittern, Kreislaufkollaps)
- Vorsicht im Garten: alle Obstkerne sind giftig, sie enthalten Blausäure!​!​!
- Rohes Schweinefleisch: Aujetzki-Virus!
- Alkohol, Kaffee und Tee
- Unverträglich: Milch!​! Kann zu schweren Durchfällen führen!
- Unverträglich: rohes Eiweiß (bindet Biotin)
- unverträglich: scharfe Gemüse (Rettich, Radieschen), scharfe Wurst & Schinken, salziger Käse, Nüsse

Natürlich gibt es wie beim Zweibeiner auch, individuelle Unverträglichkeiten.
Informieren Sie sich im Detail, vor allem auch, wenn Sie Ihren Hund selbst bekochen möchten. Die vorangegangene Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit!​!​!​!

Es lohnt sich auch, sich mit den gängigen Giftpflanzen, die im Garten und auf der Fensterbank zu finden sind, auseinanderzusetzen. So gehören zum Beispiel zu den (nicht nur für Hunde) giftigen Pflanzen: Ginster, Alpenrose / Rhododendron, Christrose, Kirschlorbeer (vor allem die Früchte scheinen für Hunde sehr interessant zu sein, Vorsicht: Atemlähmung!​) sowie die verschiedenen Gummibaum-Arten (Ficus Benjamini!​!​!​). Besonders vor der Anschaffung von neugierigen Welpen und Junghunden sollte man die Pflanzen in Haus und Garten auf Giftigkeit prüfen und sich gegebenenfalls von ihnen trennen! Im Notfall bei Hund und Mensch ist es hilfreich, die Telefonnummer der lokalen Giftnotrufzentrale parat zu haben und die Kontaktdaten des nächsten Tierarztes / der nächsten Tierklinik.
Eine Liste der Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren in Deutschland, Österreich und Schweiz finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.​bvl.​bund.​de).

Redakteur




17. August 2015, 13:19

Spielzeug kann gefährlich sein!

Augen auf beim Spielzeug-Kauf! Nicht alle Spielzeuge, die im Handel erhältlich sind, sind hunde-geeignet, nicht alle Spielzeuge sind für alle Hunde geeignet. Vorsorglich sollte man einen Blick auf Material und Verarbeitung werfen: Generell gilt für Hundespielzeug, was für Kinderspielzeug auch beachtet werden sollte:
- splitterfrei und beißfest (bitte KEINE Holzstöcke werfen!​!​!​)
- keine giftigen Farbstoffe
- keine Kleinteile wie "Plüschi"-Augen, -Nasen, Quietschblasen, Schnick-Schnack wie Perlen etc.
- keine freßbare Chemie-Füllung
- keine scharfen Kanten

Die Größe des Spielzeugs sollte an die Größe des Hundes angepaßt sein!​!​! Vor allem bei Hartgummi-Bällen besteht die Gefahr, dass sich zu kleine Bälle im Rachenraum festsetzen und zum Erstickungstod führen! Spielzeug imer besser eine Nummer größer wählen.
- zu kleine Kauknochen, die komplett verschluckt werden können
- Tennisbälle und gleichartige Spielzeuge, deren Nylonfaser den Zahnschmelz abnutzt und sich in Zahnzwischenräumen verklemmen kann

Kaputte Spielzeuge sollten sofort aussortiert werden!
Wer die kostengünstige Variante sucht, findet im Internet viele sinnvolle und ungefährlliche Ideen, Spielzege selbst zu machen, von Leckerchenrollen über gehäkelte Spielbälle bis hin zu Intelligenzspielen. Viel Spaß mit Euren Fellnasen!​!​!

Redakteur